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Chronik Freiwillige Feuerwehr
Zwickau - Oberhohndorf
Trotz einer seit 1872 in Zwickau bestehenden Nachtwache kam es, daß am 23. November 1874 in der Tageszeitung ein Aufruf von den Herren der Parochie ( des Kirchenspiels ) zur Gründung einer Feuerwehr erschien
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An den Gemeinde Rath zu Schedewitz
Hiermit gestattet sich un- terzeichnetes Comité Sie zu der, nächsten Freitag d. 27. Ct. Abend 8 Uhr im Tauscherschen Gasthof zu Schedewitz stattfindenden Vorbesprechung, Errichtung einer Feuerwehr für Schedewitz Bockwa Oberhohndorf betr. Ganz ergebenst einzuladen.
Schedewitz 23. Novbr. 1874
Das provisorische Comité
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Urkunde und „Übersetzung”
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Der Grund dafür war die aufstrebende Industrie und die dichter werdende Besiedlung am Ende des letzten Jahrhunderts, die auch in Zwickau und Umgebung den Wunsch nach mehr Schutz für Hab und Gut vor Feuersbrünsten und Hochwasser immer dringlicher werden ließ.
Am Abend des 27. November 1874 wurde um 20.00 Uhr im Tauscherschen Gasthof eine Versammlung eröffnet, in deren Verlauf eine Vereinigung, mit dem Namen Freiwillige Feuerwehr Schedewitz - Bockwa - Oberhohndorf, mit 40 Mitgliedern gegründet wurde. Die erste Generalversammlung am 08. Januar 1875 wählte den Schedewitzer Oskar Kühn zum Oberführer. Die erste neue Errungenschaft der Wehr war eine Spritze, die im August 1875 in Dienst gestellt und deren Zubehör von ortsansässigen Unternehmern, so zum Beispiel die Signalhörner vom Gutsbesitzer Sarfert aus Bockwa, gestiftet wurde.
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Skizze von der Handruckspritze um 1875
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Ab dem 21. November 1880 gehörte die Wehr zum neu gegründeten Feuerwehrverband Zwickau - Glauchau. Mit der Zunahme der Industrialisierung ( zum Beispiel Entstehung der Kammgarnspinnerei in Schedewitz, der Porzellanfabrik Kästner in Oberhohndorf und neu abgeteufter Großschächte im Steinkohlenrevier ) erhöhte sich auch die Mitgliederzahl bis 1885 auf ca. 150 Kameraden. Am 04. Mai 1885 wurde eine neue Schiebeleiter angeschafft. Neben den Dienstübungen und Einsätzen versammelten sich die Mitglieder bzw. Die Wehrführung mehrmals im Jahr in bekannten Gasthöfen der Umgebung ( u.a. in Mädlers Gasthof, im Café Rösch und im Gasthof Grünewald ). Waren die Gerätschaften in den ersten Jahren noch in verschiedenen Höfen untergebracht, so konnte ab dem 21. Januar 1897 das erste Spritzenhaus am Wasserturm Oberhohndorf in Nutzung genommen werden.
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Skizze vom Spritzenhaus am Wasserturm - 1897 - 1935
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Obwohl 1904 die Berufsfeuerwehr in Zwickau gegründet wurde, kam auch die Freiwillige Feuerwehr Schedewitz - Bockwa - Oberhohndorf immer wieder zu eigenen und unterstützenden Einsätzen bei Bränden oder Hilfeleistungen, als sogenannte Vorortkompanie zum Einsatz. Die Grundlage dafür, war die Vereinbarung mit der Brandversicherungskammer, welche die Berufsfeuerwehr verpflichtete, Überlandlöschhilfe im Umkreis von 12 Kilometern von der Stadtmitte aus zu leisten und dazu die entsprechenden Kräfte aus den Stadtteilen und dem Umland mit einzubeziehen.
Mit der Eingemeindung von Schedewitz zu Zwickau am 01. Oktober 1925 wurde der Feuerlöschverband von Schedewitz - Bockwa - Oberhohndorf aufgelöst. Die Freiwillige Feuerwehr Oberhohndorf stellte sich somit auf eigene Füße und bildete aber zur Abhaltung von größeren Übungen ab 1926 eine Arbeitsgemeinschaft mit den Wehren von Friedrichsgrün, Reinsdorf und Vielau. Im Jahre 1930 trat auch noch Pöhlau bei. Für die Verbesserung der Ausbildung, errichtete man in dieser Zeit einen Steigerturm auf Haugk`s Grundstück, den man im Frühjahr 1934 noch für etwas mehr als ein Jahr auf das Grundstück Scholdei in der Schaderstraße umsetzte.
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Skizze vom alten Steigerturm
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Ab dem 03. Juli 1927 wurde die Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehr durch eine mechanische Schiebeleiter und einem selbstgebauten Schlauchwagen ( am 22. August 1929 erstmals genutzt ) weiter erhöht. Am 11 Dezember 1932 wurde schließlich der neue Daimler - Mannschaftswagen mit einer Motorspritze vom Typ „Siegerin“ in Dienst gestellt. Den dazugehörigen luftbereiften Anhänger bauten sich die Kameraden im Jahre 1933 ebenfalls selbst.
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Foto vom Daimler-Mannschaftswagen mit Motorspritze
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Ab dem 20. April 1933 konnte die gewachsene Anzahl an Fahrzeugen und Gerätschaften erstmals zentral in einem Depot - Schuppen in der Schaderstraße untergebracht werden.
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Foto vom Depot in der Schaderstraße - 1933 - 1935
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Desweiteren sei für die Zeit von 1926 bis 1933 noch zu erwähnen, daß neben dem Steiger-, Spritzen- und Schlauchzug auch ein Musikzug existierte.
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Foto der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Oberhohndorf vor 1933 am Wasserturm
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Am 20. Oktober 1935 wurde das neu erbaute Gerätehaus im Wert von ca. 25.000,- Mark mit 5 Garagen, 2 darüberliegenden Dreizimmerwohnungen und einen 8,40 m hohen Steigerturm an der Horst-Wessel-Straße (im Bereich des heutigen Südplatz / August Schlosserstraße) geweiht und von der Wehr bezogen.
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Foto vom Depot 1935 - 1982
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Mit dem Beginn des Nationalsozialismus wurden auch die alten Wehrformationen der Freiwilligen Feuerwehren aufgelöst und ein Normal- und ein Halblöschzug gebildet. In Oberhohndorf geschah diese Umgruppierung auf der Hauptversammlung am 02. August 1936, wo auch die neue „ 1000-jährige „ Satzung verlesen wurde, die durch einen neu gebildeten Führerrat durchzusetzen war. Neben neuen Uniformen nach militärischem Muster ( mit Schulterriemen, Koppelschluß, Seitengewehr und Stahlhelm ), die am 15. November 1936 erstmals zur Versammlung getragen wurden, mußten ab dieser Zeit zusätzlich auch Verdunklungsübungen und Propagandamärsche abgehalten werden.
Gemäß einem Erlaß des Reichsministers des Inneren, dem die Freiwilligen Feuerwehren während der Nazi - Herrschaft unterstellt waren, wurde auch unsere Wehr am 17 November 1936 ins Vereinsregister des Amtsgericht Zwickau auf Blatt 342 eingetragen.
Im Protokoll der Führerratssitzung vom 18. März 1939 wurde vermerkt, daß die Gemeinde Bockwa am 01. April 1939 aufgelöst und zu drei verschiedenen Gemeinden eingegliedert wird. Entsprechendes geschah auch mit den Kameraden und Utensilien der Freiwilligen Feuerwehr Bockwa, die unter den Wehren Cainsdorf, Wilkau-Haßlau und Oberhohndorf aufgeteilt wurden.
Auf der Grundlage des Reichsgesetzes über das Feuerlöschwesen vom 23. November 1938 erhielt auch die Freiwillige Feuerwehr Oberhohndorf die Polizeiexekutive und wurde am 24. Oktober 1939 aus dem Vereinsregister wieder gelöscht. Das gleiche Schicksal ereilte auch dem Feuerwehrverband Zwickau - Glauchau, den man am 10. November 1939 nur kurze Zeit nach dem 50. Verbandstag ( 02. September 1939 in Planitz ) auflöste. Bei der so entstandenen Feuerschutzpolizei wurde die Anzahl der jährlichen Pflichtübungen auf 24 erhöht und die Stammrolle durch eine Kartei mit Lichtbild ersetzt. Ab dem 01. April 1940 wurde die Bezeichnung Wehr durch Feuerlöschgruppe ersetzt und die Züge nannte man Gruppen.
Während der Kriegsjahre war die Feuerlöschgruppe Oberhohndorf durch Einberufungen zum Kriegsdienst bzw. zum Einsatz in der Rüstungsindustrie sehr geschwächt. Entsprechend eines erneuten Erlasses vom 01. September 1942 wurden die Löschgruppen dem Polizeistrafgesetz unterstellt, wodurch es u. a. möglich war, Notdienstverpflichtete einzuberufen und so der erhöhten Brandgefahr durch Bombenangriffe entgegenzutreten. Trotz der am 01. Januar 1944 erfolgten Eingemeindung zu Zwickau blieb die Wehr mit Ihren wichtigen Aufgaben betraut.
Nach Jahren erhöhter dienstlicher Inanspruchnahme und dem Verlust von Kameraden durch den Dienst an der Front war am 17. April 1945 für alle noch verbliebenen Wehrleute und Dienstverpflichteten der Krieg vorbei. Die Uniformen wurden abgegeben und der Löschdienst in Zivilkleidung ausgeführt. Durch eine Neuwahl am 22. Juli 1945 in Mädlers Gasthof erfolgte die Neuorganisation der Freiwilligen Feuerwehr Oberhohndorf unter dem Wehrführer Kurt Jubelt. Die weitere Verstärkung der Berufsfeuerwehr Zwickau führte dazu, daß am 13. April 1949 die FFW Oberhohndorf vorübergehend aufgelöst wurde. Bis 1959 übernahm die Berufsfeuerwehr den Brandschutz im Stadtteil Oberhohndorf.
Am 01. März 1959 erfolgte schließlich die Neugründung unserer Wehr auf einer Versammlung im damaligen Gasthof Grünewald. Zum neuen Wehrleiter wurde Paul Mehnert und zu seinen Stellvertreter Eberhard Seifert und Hugo Martin gewählt. Zum ersten Dienst am 14. Mai 1959 konnte eine Wehrstärke von 12 aktiven Kameraden vermeldet werden. Da die Wehr bis 1964, außer einem Tragkraftspritzenhänger mit TS 8, kein eigenes Fahrzeug besaß, stand in den ersten Jahren neben den Weiterqualifizierungsmaßnahmen auch die Instandsetzung und der Ausbau des Gerätehauses im Vordergrund. Bei den Einsätzen ( der erste Einsatz nach der Neugründung war ein Haldenbrand am 19. September 1959 ) mußten vorbeifahrende Fremdfahrzeuge zur Hilfeleistung verpflichtet werden.
Ab Herbst 1959 nahm auch der vorbeugende Brandschutz seine Tätigkeit in der FFW Oberhohndorf auf, wobei bis 1960 in 1.124 Haushalten und 41 Gewerbebetrieben Brandschutzkontrollen durchgeführt und 191 Mängel festgestellt wurden. Weitere Neuerungen waren die Bildung einer Frauengruppe im Jahr 1962 und die Entstehung der Arbeitsgemeinschaft „ Junge Brandschutzhelfer „ an der Friedrich - Herbart - Schule ( der heutigen Bebelschule ) im Jahr 1964.
Im August 1964 wurde unsere Wehr mit einem Fahrzeug vom Typ „ Phänomen „ ausgerüstet, wodurch sich die Einsatzbereitschaft weiter verbesserte.
Neben den Diensten, Aufbaustunden und Einsätzen nahmen die Kameraden ab dieser Zeit auch immer wieder erfolgreich an Einzel- und Gruppenwettkämpfen im Feuerwehrkampfsport teil, wovon Urkunden und Medaillen noch heute in den Räumlichkeiten der Wehr zeugen. Mit der Übergabe eines genormten Kleinlöschfahrzeuges vom Typ B 1000 im Juni 1972 erhielt die FFW Oberhohndorf erstmals auch drei Druckluftatemgeräte und verbesserte damit Ihre Rettungs- und Löscharbeiten bei Brandeinsätzen.
Mit den Feierlichkeiten zur 100jahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr Oberhohndorf vom 13 bis 15. September 1974 erhielt das Kameradschaftsleben den ersten Höhepunkt nach der Neugründung.
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Foto der Festschrift zur 100jahrfeier
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Da die Personalstärke zu diesem Zeitpunkt auf 50 Kameraden und Kameradinnen anwuchs, reichten die vorhandenen Transportmöglichkeiten bei Einsätzen längst nicht mehr aus. Für die Stationierung eines größeren Einsatzfahrzeuges konnte die vorhandene Bausubstanz aber nicht genutzt werden. Neben einigen Varianten zur Vergrößerung der Garagentore und der Fahrzeughalle wurde auch der Bau eines neuen Gerätehauses angedacht. Nach 2 Jahren der Vorplanung wurde 1977 mit dem Neubau begonnen. Nur durch Beziehungen und persönliches Engagement war es zur damaligen Zeit in der DDR möglich, ein solches Vorhaben voranzutreiben. Mit großem Zeitaufwand organisierten die Kameraden die Baumaterialien (die Rechnungen bezahlte der Rat der Stadt Zwickau) und errichteten unter Leitung des Kameraden Armin Unger (Meister im Bau und Wehrleiter zur damaligen Zeit) in Eigenleistung dieses schöne Gerätehaus, daß zu dieser Zeit seines Gleichen suchte.
Das Video zum Depot-Bau
Insgesamt wurden von den Kameraden 12.005 Arbeitsstunden zu einem Stundenlohn von 5 Mark geleistet. Die Fertigstellung der beiden Fahrzeuggaragen erfolgte bis 1982, als unsere Wehr das erste Löschfahrzeug vom Typ LF 8 - STA übergeben bekam.
1984, pünktlich zur 110jahrfeier, wurde auch das zweistöckige Sozialgebäude mit Schulungsraum, Kleinküche, Duschen und WC`s fertiggestellt. Es muß an dieser Stelle nochmals herausgehoben werden, daß am Bau und Innenausbau alles in Eigenleistung der Kameraden ohne Mitwirkung von Firmen entstand. Auch die 110jahrfeier war wiederum ein kultureller Höhepunkt in unserem Stadtteil. Anzumerken ist aber, daß durch den großen Kraftaufwand für den Bau des neuen Gerätehauses und für die Organisation des Gründungsjubiläums eine Stagnation in der Aus- und Weiterbildung der Kameraden entstand.
In den Folgejahren, nach der großen Herausforderung des Baus, verringerte sich der Personalbestand um 11 Kameraden. Trotz eines Wehrleiterwechsels und vielen Höhen und Tiefen im Ausbildungsbereich war die Einsatzbereitschaft unserer Wehr niemals gefährdet.
Die politische Wende im Jahre 1989 beeinflußte unsere Freiwillige Feuerwehr nicht wesentlich. Zwar verringerte sich auf Grund der Arbeits- bzw. Berufsausbildungssituation einiger Kameraden bzw. Nachwuchskräfte die Anzahl der aktiven Wehrmitglieder, doch im Gegenzug gab es Verbesserungen im technischen Ausrüstungsbereich ( zum Beispiel die Ausrüstung mit Funkmeldeempfängern im Jahr 1992 ), so daß auch zu diesem Zeitpunkt die Einsatzbereitschaft zum Schutz der Bürger und deren Eigentum stets gewährleistet blieb.
Als Nachfolgeorganisation der Arbeitsgemeinschaft „ Junge Brandschutzhelfer „ wurde am 16. Oktober 1991 die Jugendfeuerwehr der FF Oberhohndorf gegründet, die mit Erfolg die wichtige Aufgabe übernahm, junge Bürger zu aktiven Wehrangehörigen auszubilden.
Als Ergebnis der weiteren Umorganisation nach der Wende, wurde am 24. Januar 1992 der Feuerwehrverband Zwickau - Stadt nach 53 Jahren neu gegründet. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Oberhohndorf traten geschlossen bei. Die Kameraden Gunter Hallbauer und Eberhard Seifert vertreten die Wehr als Ausschußmitglieder in diesem Verband. Desweiteren erfolgte 1992 zum ersten Mal seit Jahren, die Wahl der Wehrleitung durch die Kameraden der Wehr und nicht mehr durch eine Berufung von der Stadtverwaltung. Die Wahl ergab als Wehrleiter Kamerad Eberhard Seifert, als Stellvertreter für Ausbildung Kamerad Torsten Badstübner und als Stellvertreter und verantwortlicher Techniker Kamerad Gunter Hallbauer. Neben der Ausbildung an neuen Technikmitteln ( zum Beispiel Schere, Spreizer, Hebekissen usw.), die auch in den Bestand der Zwickauer Feuerwehren Einzug hielten, wurde unser mittlerweile 10 Jahre altes Gerätehaus weiter modernisiert. So baute man unter anderem 1992 eine Ölheizung und im unteren Geschoß des Sozialtraktes neue Fenster ein. 1993 erhielten beide Fahrzeughallen neue Rolltore. Und wiederum waren es die Kameraden, die einen großen Teil in Eigenleistung realisierten. Zu nennen wären hierbei die Erneuerung der Sanitäreinrichtungen und der Kleinküche sowie die Neugestaltung des Wehrleiterzimmers und des Schulungsraumes.
Beim Stadtteilfest am 01. Mai 1993 wurde die Arbeit unserer Freiwilligen Feuerwehr durch den Besuch der Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süssmuth am Informationsstand der Wehr gewürdigt.
Konnten sich die Einwohner Zwickaus bereits während der Festwoche der Zwickauer Feuerwehren vom 15. bis 17. April 1994 bei mehreren Schauvorführungen von der technischen Leistungsfähigkeit der FF Oberhohndorf überzeugen, so waren Sie auch bei den Festtagen vom 16. bis 18. September 1994 anläßlich der 120 - Jahrfeier von den organisatorischen Fähigkeiten unserer Wehr überrascht. Das Jubiläum hatte für unseren Ortsteil Volksfestcharakter und war ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte unserer Wehr.
Am 21. 04. 1995 wurde der Verein - Freunde der Oberhohndorfer Feuerwehr - gegründet. Der Verein sieht sein Anliegen in der Nachwuchssicherung, in der Pflege der Zusammengehörigkeit und des Brauchtums sowie in der Pflege und Förderung von Ortsteilinteressen. Er betätigt sich gemeinnützig, politisch neutral und nicht konfessionell. Zu dem damaligen Vorstand gehörten, Tauber, Klaus als Vorsitzender, Schwörke, Matthias als Stellvertreter, Kaden, Claus als Schriftführer und als Kassenwart Grothe, Jörg. Den heutigen Vorsitz hat Dr. Heinz Rödel übernommen.
1996 war das Jahr der Neuwahlen. Am 26. 03. 1996 wurde der Jugendwart neu gewählt. Diese Funktion übernahm der Kamerad Enrico Vogl. Am 23. 11. 1996 fand eine Neuwahl der Wehrleitung statt. Die Wahl ergab als Wehrleiter Kamerad Torsten Badstübner, als Stellvertreter für Ausbildung Kamerad Armin Lübeck und als Stellvertreter Technik Kamerad Matthias Schwörke .Zur damaligen Zeit bestand die Wehr aus 33 Mitgliedern, davon waren 10 Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Neben der regelmäßigen Ausbildung, wird auch jede freie Minute für Reparaturen und Verschönerungen des Gerätehauses genutzt ( z.B. Pflege der Grünanlagen Anbringen neuer Farbanstriche sowie Einbau einer neuen Haustür, Einbau einer Ladeerhaltung für das Fahrzeug in beiden Hallen ).
Ein langjähriges Anliegen, war die Instandsetzung des 311er Wartburges als Traditionsfahrzeug. Dies konnte 1996 durch die Sponsoren Malermeister Bleyl, Fahrzeuglakiererei Gabler und Reklamen Enghardt realisiert werden.
Am 25. 03. 1998 war ein großer Tag in der Geschichte der Feuerwehr Zwickau - Oberhohndorf. An diesem Tag ging ein langersehnter Wunsch in Erfüllung. Die Wehrleitung fuhr ins Feuerlöschgerätewerk Luckenwalde und nahm ein nagelneues Löschfahrzeug LF 8/6 entgegen. Auf Grund der starken Einsatzbereitschaft der Kameraden, die sich jeden Tag mit der Ausbildung und der Ausstattung am neuen Fahrzeug vertraut machten, konnte das neue LF 8/6 bereits am 17. 04. 1998 durch unsere Bürgermeisterin Frau Dr. Findeiß in Dienst gestellt werden. Durch die Indienststellung und die gute Ausrüstung des neuen Fahrzeuges, erhöhten sich die Einsatzmöglichkeiten und die Einsatzbereitschaft unserer Wehr enorm.
Die Ausbildung der Wehr wird ständig versucht auf den neuesten Stand zu bringen, z. B. Erste Hilfe Schulungen durch Lehrrettungsassistenten des DRK und Schulungen der Deutschen Verkehrswacht Zwickau über Sonderrechte und Wegerechte der Feuerwehr bei Einsatzfahrten.
Im Jubiläumsjahr 1999 (125 Jahre) präsentierte sich unsere Wehr als eine schlagkräftige Truppe von 25 aktiven männlichen und 4 weiblichen Mitgliedern, die Alters- und Ehrenabteilung mit 2 Mitgliedern. Der Jugendfeuerwehr gehören 15 Kinder und Jugendliche an.
Unsere Jugendfeuerwehr, mit ihrem neuen Jugendfeuerwehrwart Sebastian Hoyer, ist ständig bemüht, mit den Jugendlichen die Ausbildung in den Vordergrund zu stellen. Doch neben der Jugendfeuerwehrarbeit ist Spiel und Spaß nicht zu kurz gekommen (z. B. Zeltlager Biesern, Tischtennisturniere, Besuche in der Berufsfeuerwehr, Mitgestaltung bei Kinderfesten in den verschiedenen Stadtteilen).
Am 09.08.1999 war ein großer Tag in der Geschichte unserer Wehr.
Die Golla – Baubetreuung hat ein Konzept zur Fassadensanierung am Feuerwehrdepot in Oberhohndorf erstellt und anlässlich des 125 jährigen Bestehens die kostenlose Umsetzung angeboten.
Die von der Baubetreuung ausgewählten Firmen stehen für anspruchsvolle Handwerkstätigkeit. Der Verzicht der Mitarbeiter auf Entlohnung, sowie die unentgeltliche Lieferung aller Bauteile und Materialien haben letztlich erst die Umsetzung des Konzeptes ermöglicht.
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Fassadenputz und Wärmedämmung
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Maxit Baustoffwerke GmbH Maxit Dämm & Fassadentechnik GmbH Meisterputz Frank Laukner Maler Golla GmbH
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Erstellen des Dachüberstandes
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Dachdeckermeister Stefan Valenta Zimmerei E. & F. Wittig GbR
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Fassadengerüst
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Gerüstbau Müller
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Fenster und Fensterbänke
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Sachsenland Fenster Glas & Bauelemente Zwickau GmbH
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Die Vorarbeiten wurden in Eigenleistung von den Kameraden der FFW Oberhohndorf erbracht.
Die gemeinsam erbrachten Leistungen soll die 125 jährige Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Oberhohndorf honorieren und die beteiligten Handwerksbetriebe präsentieren, zur Freude aller Bürger.
Zur 125-Jahrfeier der FF wurde die neu gestaltete Fassade übergeben.
Das 125jährige Bestehen unserer Wehr wurde vom 17.09.1999 bis zum 19.09.1999 festlich begangen. Die Feuerwehr Oberhohndorf ist die älteste Wehr in der Stadt Zwickau. Gleichzeitig wurde der 1. Stadtfeuerwehrtag der Stadt Zwickau gefeiert.
Zum Festakt, am 17.09.1999, wurde unsere Fahne vom Landtagsabgeordneten Thomas Pietsch, geweiht. Der Jugendfeuerwehr wurde ein Sperrwimpel übergeben. Dieser Abend war für alle Gratulanten, geladenen Gäste und für die Mitglieder unserer Wehr ein festlicher Höhepunkt.
Fahnenweihe anlässlich der 125 Jahrfeier der FF Oberhohndorf. Geweiht wurden die Fahnen der FF Oberhohndorf, FF Planitz und die Fahne des Stadtfeuerwehrverbandes
An den nächsten beiden Tagen herrschte bei herrlichem Sonnenschein, Hochbetrieb auf dem Festplatz und im Gerätehaus unserer Wehr.
Die gezeigten Schauübungen der Jugendfeuerwehr und der aktiven Abteilung, sowie alles andere von uns Organisierte, wurde von der Bevölkerung sehr gut angenommen.
Schauübungen zur 125 Jahrfeier
Unsere 125 Jahrfeier war für uns und für unsere Besucher aus nah und fern, ein voller Erfolg.
Am 02.12.1999 wurde ein neues Fahrzeug an unsere Wehr übergeben. Es handelt sich um ein Katastrophenschutzfahrzeug, Abwehrzug – Gefahrgut vom Typ MAN. Dieses Fahrzeug ist mit einem Dekontaminationssatz beladen, der im Ernstfall dazu dient Personen zu dekontaminieren. Ebenfalls steht es uns auch für Brandeinsätze zur Verfügung.
1999 wurde unser Übungsplatz neu gestaltet. Er wurde mit Palisaden eingefasst und mit Kies befestigt.
Im Frühjahr 2000 wurde von der Malerfirma Ullrich Bleyl und durch Eigenleistungen unserer Kameraden, unser Schulungsraum komplett neu gestaltet.
Im September 2000 präsentierte sich unsere Wehr zum Tag der Sachsen in Zwickau. Zum Festumzug wurde unser „Wartburg 311“ präsentiert.
Im Jahre 2001 konnte jeder Angehörige mit der neusten Hupfkleidung ausgerüstet werden.
Zur Jahreshauptversammlung am 13.01.2001 fanden die Neuwahlen der Wehrleitung statt. Zur Wahl des Wehrleiters stellten sich Kamerad Armin Lübeck und Torsten Badstübner, zum Stellvertreter für Einsatz der Kamerad Matthias Schwörke, zum Stellvertreter für Technik, der Kamerad Thomas Nachtmann und Tom Geßner.
Die Wehr wählte als Wehrleiter den Kameraden Torsten Badstübner, als Stellvertreter für Einsatz den Kameraden Matthias Schwörke und Als Stellvertreter für Technik den Kameraden Thomas Nachtmann.
Im Führjahr 2001 wurde neben der Renovierung des Treppenhauses zusätzlich eine Glasvitrine eingebaut. Jetzt kann unsere Fahne endlich aufgehängt und von jedem bestaunt werden. Vitrine und Fahne ist ein Schmuckstück und wurde von unserer Feuerwehr selbst finanziert.
Die Renovierungsarbeiten wurden von unserem Freund Malermeister Bleyl durchgeführt.
Im Oktober 2001 wurden unsere Ausschussmitglieder neu gewählt. Zum Feuerwehrausschuss gehören die Kameraden Eberhard Seifert, Günter Göckeritz und Sebastian Hoyer an.
Im November 2001 wurde der Jugendfeuerwehrwart neu gewählt. Diese Funktion übernahm Kamerad Rene Möckel, dieser wird von unserer Kameradin Christiane Badstübner tatkräftig unterstützt. Zur damaligen Zeit bestand unsere Wehr aus 33 Mitgliedern sowie 20 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr.
Im Dezember 2001 wurde unser Kamerad Eberhard Seifert in Dresden mit dem Feuerwehr – Ehrenzeichen als Steckkreuz, für langjährige, aufopferungsvolle Arbeit in der Feuerwehr ausgezeichnet.
Am 03.05.2002 hat sich unser Verein „Freunde der Feuerwehr Oberhohndorf“ auf eigenen Wunsch aufgelöst.
Am 15.06.2002 fand in Hartmannsdorf der alljährliche Jugendfeuerwehrwettkampf „Löschangriff“ statt. Nach wochenlangem Training belegte unsere Jugendfeuerwehr den 1. Platz, mit einer Zeit von 0:45:8 sec.
Im August 2002 kämpfte unsere Wehr gegen die Hochwasserkatastrophe in Zwickau. Nachdem in Zwickau der größte Schaden verhindert werden konnte, wurde ein Teil unserer Wehr zur tatkräftigen Unterstützung in den Raum Torgau abgezogen.
Schedewitzer Brücke (August 2002)
Ein Teil links und rechts der Pölbitzer Straße steht unter Wasser (August 2002)
Beim Keller auspumpen in der Muldestraße
Mulde im Bereich Schedewitzer Brücke. Kurze Zeit später schwappte die Mulde über die Mauer
Hochwasser im Raum Torgau
Überschwemmtes Gebiet bei Dommitzsch
Einsatzstelle Dekoneinheit in Dautzschen
Einsatzstelle Dautzschen bei Nacht
Verpflegung und Unterkunft gab es in der FF Dommitzsch
Im November 2002 ging ein Wunsch unserer Wehr in Erfüllung. Unsere Feuerwehr wurde mit einem Computer ausgestattet.
Unsere Feuerwehr nahm auch 2003 an verschiedenen Wettkämpfen teil.
Am 30.08.2003 wetteiferte unsere Jugendfeuerwehr am alljährlichen Jugendfeuerwehr-wettkampf „Löschangriff“ in Crossen mit. Wie im Vorjahr konnten sie den 1. Platz, mit einer Zeit von 0:41:4 sec., verteidigen.
Um die Aufgaben der Feuerwehren im Brandschutz, Rettungswesen, technische Hilfeleistungen und Umweltschutz auch in Zukunft erfüllen zu können, würden wir uns freuen, wenn sich viele Männer aber auch Frauen unseres Ortes entschließen könnten, aktives Mitglied unserer freiwilligen Feuerwehr zu werden.
Löschen, Schützen, Bergen und Retten - Ihre Freiwillige Feuerwehr ist seit 125 Jahren immer für Sie da!
Zu helfen, wo an Hilfe Not, ist unserer Wehr ein streng Gebot. Gut Wehr!
erarbeitet: Uwe Seifert, Torsten Badstübner
Quellen: Archiv der FF Oberhohndorf (insbesondere Protokolle des Schriftführers Walter Müller) Festschrift der 100- Jahrfeier (Gerhard Dieke und Eberhard Seifert)
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